GGL beantragt erweiterte Kompetenzen zur Bekämpfung illegaler Glücksspielanbieter
Geschrieben von David Foster · 23.9.2026

GGL beantragt erweiterte Kompetenzen zur Bekämpfung illegaler Glücksspielanbieter

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) hat im September 2026 einen Vorstoß unternommen, um ihre Handlungsmöglichkeiten gegen illegale Glücksspielbetreiber deutlich zu erweitern, wobei Vorstandsmitglied Ronald Benter konkrete Änderungen am Glücksspielstaatsvertrag vorschlug, die Verfahren beschleunigen und grenzüberschreitende Verfolgung ermöglichen sollen.
Ausgangslage und aktuelle Herausforderungen
Behördenvertreter erläuterten, dass bestehende Regelungsprozesse oft mehrere Jahre in Anspruch nehmen, selbst wenn alle Bundesländer zustimmen, und dass diese Verzögerungen Kunden zunehmend zu nicht lizenzierten Anbietern treiben, während legale Angebote an Attraktivität verlieren.
Ronald Benter betonte in seinen Ausführungen, dass Anpassungen notwendig seien, um auf Marktentwicklungen schneller reagieren zu können, und dass der aktuelle rechtliche Rahmen die Durchsetzung von Vorschriften gegen ausländische Plattformen erheblich einschränke.
Konkrete Forderungen des Vorstandsmitglieds
Benter sprach sich dafür aus, die Kompetenzen der GGL so zu stärken, dass sie illegale Anbieter effektiver identifizieren und sanktionieren kann, und er schlug vor, Staatsanwaltschaften in Deutschland die Möglichkeit zu geben, Verfahren gegen Betreiber mit Sitz im Ausland einzuleiten, um eine stärkere Abschreckungswirkung zu erzielen.
Die Vorschläge zielen darauf ab, bestehende Lücken im Glücksspielstaatsvertrag zu schließen, wobei Behördenvertreter auf Daten verweisen, die zeigen, dass illegale Angebote einen wachsenden Anteil des Marktes ausmachen und legale Betreiber dadurch unter Druck geraten.
Rechtliche und regulatorische Implikationen
Experten beobachten, dass eine Änderung des Staatsvertrags nicht nur die Handlungsfähigkeit der GGL verbessern, sondern auch die Zusammenarbeit mit ausländischen Behörden erleichtern würde, während gleichzeitig klarere Vorgaben für die Verfolgung grenzüberschreitender Fälle geschaffen werden könnten.
Die Behörde verweist in ihren Stellungnahmen auf den Bedarf an beschleunigten Verfahren, die es ermöglichen, auf neue illegale Plattformen zeitnah zu reagieren, ohne dass jahrelange Abstimmungsprozesse zwischen den Ländern abgewartet werden müssen.

Reaktionen aus dem Umfeld und weitere Entwicklungen
Vertreter der GGL erläuterten, dass die Forderungen auf Erfahrungen aus der Praxis basieren, wo lange Genehmigungswege dazu führen, dass illegale Anbieter Kunden schneller erreichen als regulierte Alternativen, und sie verweisen auf internationale Beispiele, bei denen ähnliche Anpassungen die Marktsituation verbessert haben.
Beobachter aus der Branche berichten, dass eine Umsetzung der Vorschläge die Abschreckung gegenüber ausländischen Betreibern verstärken könnte, während die GGL ihre Aufsichtsfunktion effektiver ausüben würde, und sie nennen Berichte von Zeit Online als Quelle für aktuelle Entwicklungen.
Ausblick auf mögliche Umsetzungsschritte
Die Behörde plant, die Vorschläge in kommenden Abstimmungen mit den Ländern voranzutreiben, wobei Benter betonte, dass ohne diese Änderungen die Wettbewerbsverzerrung zugunsten illegaler Anbieter weiter zunehmen werde, und die GGL verweist auf ihre Website für weitere Hintergrundinformationen zu den laufenden Initiativen.
Schlussbetrachtung
Die Initiative der GGL unterstreicht den anhaltenden Bedarf an Anpassungen im deutschen Glücksspielrecht, um illegale Aktivitäten wirksamer einzudämmen, und die vorgeschlagenen Änderungen könnten die Grundlage für eine modernisierte Aufsicht bilden, die mit den Entwicklungen des Marktes Schritt hält.